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A | Ausfallrisiko

        Wie groß ist die Gefahr, dass ein Unternehmen seinen Kredit nicht zurückzahlt? Banken sind verpflichtet dieses Risiko zu berechnen und führen dazu verschieden Berechnungen durch, um die Risikokosten festzulegen.

       Dabei wird die Bonität des Kreditnehmers bestimmt. In Abhängigkeit vom errechneten Risiko wird eine Risikoprämie an den Kunden weitergegeben.  Wird das Risiko niedrig eingeschätzt, ist diese Prämie gering, bei hohem Risiko verteuert sich der Kredit.  Banken haben eine Reihe von Vorschriften und qualitativen Mindestanforderungen zu erfüllen und müssen dazu angemessenes Eigenkapital halten.

B | Beteiligungsfinanzierung

           Die Beteiligungsfinanzierung ist die Zuführung von Eigenkapital durch Kapitaleinlagen von Gesellschaftern, wobei die Geldmittel dem Unternehmen von außerhalb zufließen. Die Rechtsfolgen der Beteiligungsfinanzierung wie Mitwirkung, Gewinn- und Verlustbeteiligung sowie Haftungen sind je Unternehmensform gesetzlich geregelt oder vertraglich zu vereinbaren.

C | Compliance

         Compliance bedeutet die Einhaltung  von Gesetzen, Regeln und Normen. Dazu prüfen Compliance Officers mit Hilfe von Compliance Management Systemen die sorgfältige Einhaltung der Vorgaben. Diese können sowohl rechtliche Hintergründe beinhalten wie auch inhaltliche – und organisatorische Vorgaben sein. Zweck ist es, Fehler, Interessenskonflikte, Risiken etc. zeitgerecht zu erkennen und aufzuklären. Complianceprozesse ermöglichen vertrauensbildende Maßnahmen zugunsten der Geschäftsteilnehmer.

D | Due-Diligence Prüfung

     Mit der Due-Diligence Prüfung sichern sich Unternehmen, durch Überprüfung von Angeboten oder Voraussetzungen einer Zusammenarbeit, ab.  Sorgfältige Analysen der wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Verhältnisse ermöglichen es, relevante Risiken zu identifizieren

E | Eigenkapital

         Eigenkapital ist in den Wirtschaftswissenschaften derjenige Teil des Kapitals von Wirtschaftssubjekten, der sich bilanziell als positive Differenz aus Vermögen und Schulden zeigt, so dass das Eigenkapital dem Reinvermögen entspricht.

F | Finanzierungsplan

    Der Finanzierungsplan ist eine Aufstellung über den nötigen Kapitalbedarf und die möglichen Finanzierungsformen und ist Bestandteil des Businessplans.

       Der Finanzierungsplan beschreibt, wofür das Geld benötigt wird., woher das Geld kommt und enthält  Angaben zum Investitionsbedarf, zur Höhe des Eigen- und Fremdkapitals sowie zu vorhandenen Sicherheiten. Er ermöglicht Aussagen zum Verschuldungsgrad, zur Kreditwürdigkeit und ob ein Darlehen überhaupt sinnvoll ist.

G | Grundschuld

         Eine Grundschuld ist eine Belastung eines Grundstücks, d. h. der Eigentümer einer Immobilie gibt der Bank sein Grundstück als Sicherheit für eine Schuld aus einem Darlehensvertrag (Kredit). Im Falle eines Zahlungsverzugs kann der Kreditgeber die Zahlung einer bestimmten Geldsumme aus dem Verkauf des Grundstücks fordern. Die Grundschuld ist im Gegensatz zur Hypothek nicht von einer Forderung abhängig.

H | Hypothek

          Eine Hy­po­thek ist ein Pfand­recht an einem Grund­stück, das beschreibt, dass an den durch die Be­las­tung Be­güns­tig­ten eine be­stimm­te Summe zur Be­frie­di­gung einer ihm zu­ste­hen­den For­de­rung aus dem Grund­stück zu zah­len ist. Die Hy­po­thek wird in das Grund­buch ein­ge­tra­gen und ist an die For­de­rung ge­bun­den. Zahlt der Schuld­ner das ge­lie­he­ne Geld nicht ver­ein­ba­rungs­ge­mäß zu­rück, so kann der Gläu­bi­ger das Grund­stück ver­stei­gern las­sen.

I | Investmentfonds

     Der Vorteil des Investmentfonds besteht vor allem in einer Risikodiversifizierung. Das Fondskapital (Investmentvermögen) stellt in den Kapitalanlagegesellschaften Sondervermögen dar und unterliegt klaren gesetzlichen Regeln und Prüfungen. Wegen dieses investmentrechtlichen Anlegerschutzes ist eine Einlagensicherung bei Investmentfonds nicht erforderlich. Die zum Sondervermögen gehörenden Vermögensgegenstände können je nach Richtlinien und Anlagebedingungen des Fonds im Eigentum der Kapitalverwaltungsgesellschaft oder im Miteigentum der Anleger stehen.


      Je nach Schwerpunkt des Investmentfonds gibt es verschiedene Arten von Fonds. Bekannt sind u.a. Aktienfonds, Alternative Investmentfonds (AIF), Dachfonds, Ethikfonds, Filmfonds, Garantiefonds, Geldmarktfonds, Hedgefonds, Immobilienfonds, Offener Immobilienfonds, Immobilien Spezialfonds, Indexfonds, Infrastrukturfonds, Laufzeitfonds, Medienfonds, Mischfonds, , Rentenfonds, Schiffsfonds, Spezialfonds, Private Equity Fonds.


     Das Portfoliomanagement über das Investment- oder Sondervermögen üben Fondsmanager aus. Die Fondsmanager sind verpflichtet, die Fondsentwicklung zu überwachen, alle Richtlinien einzuhalten und eine nachhaltige Wertentwicklung des Investmentvermögens sicherzustellen.

J | Joint Venture

          Zusammenschluss von  zwei oder mehreren unabhängigen Unternehmern oder Unternehmen für eine gewisse Zeit (oder dauerhaft) zum Zweck der gemeinsamen Durchführung von Projekten. Die Partnerunternehmen arbeiten mit der Absicht zusammen, ihre jeweiligen Kenntnisse, Managementfähigkeiten, Ressourcen, technische Erfahrung und Kontakte etc. zum jeweiligen Nutzen und Gewinn einzusetzen.

K | Kredit

         Als Kredit (engl. credit, loan)  wird die Überlassung oder die Bereitschaft zur künftigen Bereitstellung von Geld oder Sachen auf einen festgelegten Zeitraum bezeichnet. Die Vergabe erfolgt  im Vertrauen (lat. credere) auf die Fähigkeit und Bereitschaft des Schuldners, seine Verpflichtung zur Zinszahlung (Zinsen) und zur Rückzahlung zu erfüllen (Kapitaldienst). Im Gegensatz zum Darlehen bezieht sich der Begriff Kredit nicht nur auf Geld, sondern auch auf eine Kreditleihe wie WechselAvalkredit und andere Kreditarten.

L | Liquidität

       Liquidität ist die Ausstattung an Zahlungsmitteln, die für Zahlungen zur Verfügung stehen. Sie zeigt die Fähigkeit eines Unternehmens seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen termingerecht und uneingeschränkt nachzukommen. Liquidität verschafft die Verfügungsmacht über Kaufentscheidungen und bestimmt wirtschaftliche Entscheidungs- und Handlungsfreiheit.

M | Mezzanine-Kapital

           Das Mezzanine-Kapital ist eine Mischform zwischen Eigenkapital und Fremdkapital. Dabei wird in der jeweiligen Vertragsausgestaltung definiert, ob  einem Unternehmen wirtschaftliches bzw. bilanzielles Eigenkapital zugeführt wird. Zur Anwendung kommen unter anderem Genussrechte, nachrangige partiarische Darlehen sowie typische oder atypische stille Beteiligungen. Der vereinbarte Rangrücktritt bei einer gewährten Mezzanine-Finanzierung führt dazu, dass im Falle einer Insolvenz das Mezzanine-Kapital nach den normalen Gläubigern bedient wird. Dabei haftet das Mezzanine-Kapital für Verluste mit und wird somit als wirtschaftliches Eigenkapital betrachtet.

N | Nachrangdarlehen

         Nachrangige Darlehen gehören bei Unternehmen zum Mezzanine-Kapital und sind Finanzinstrumente, die im Falle der Liquidation oder Insolvenz im Rang hinter andere Forderungen gegen das schuldende Unternehmen zurücktreten.

O | Onlinekredit

          Beim Onlinekredit schließt der Kreditnehmer einen Kreditvertrag mit einem Kreditgeber über das Internet ab. Kunden haben dabei den Vorteil unterschiedliche Angebote schnell vergleichen zu können.  Zunächst wird eine vorläufige Kreditzusage erteilt. Erst nachdem der Kunde seine Identität über das System nachgewiesen, die notwendigen Unterlagen eingereicht hat, folgen die Bonitätsprüfungen und eine mögliche endgültige Kreditzusage. Die Beratung wird ausschließlich über das Onlinesystem, den Postweg, Telefon oder E-Mail durchgeführt. Online Kredittransaktionen kommen auch im Bereich Crowdfinancing/Crowdlending zur Anwendung.

P | Private Equity

    Als Privat Equity (privates Beteiligungskapital) wird Kapital bezeichnet, das private Investoren und Gesellschaften in Unternehmen investieren. Private Equity wird typischerweise von spezialisierten Unternehmen und Fonds bereitgestellt, die parallel in mehrere Unternehmen investieren, um ihre Risiken zu streuen.

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Q | Quellensteuer

      Eine Quellensteuer ist eine nach dem Quellenprinzip erhobene Steuer, die nicht vom Steuerpflichtigen abgeführt wird, sondern direkt am Ort und zum Zeitpunkt des Entstehens erhoben wird.

R | Rating

         Der Begriff Rating beschreibt eine Einstufung der Bonität eines Unternehmen, Staat oder Privatperson, in dem u.a. die Kreditwürdigkeit bewertet und benotet wird. Diese Daten werden bei der Kreditvergabe berücksichtigt und können je nach Ergebnis der Bewertung einen positiven oder negativen Effekt auslösen.

S | Sanierungskredit

         Der Sanierungskredit ist eine Kapitalbereitstellung, die der Sanierung eines Unternehmens dienen soll, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. 

T | Thesaurierung

         Unter der Thesaurierung  versteht man, dass  erwirtschaftete Gewinne nicht ausgegeben oder ausgeschüttet werden, sondern im Unternehmen oder Fondsgesellschaften verbleiben. Durch Thesaurierung der Erträge eines Fonds erhöht sich der Eigenwert der Fondsanteile.

U | Überschuldung

       Eine Überschuldung liegt vor, wenn die Verbindlichkeiten den Gesamtbestand an Forderungen und Bes- tänden (Vermögen) überschreiten. Oft Ursache für eine Insolvenz oder Sanierungsverfahren.

V | Venture Capital

      Venture Capital ist Wagnis- oder Risikokapital, das für besonders risikoreiche aber zukunftsträchtigen Unternehmen durch Venture Capital Gesellschaften zur Verfügung gestellt wird.

W | Wirtschaftlichkeitsanalyse

         Die Wirtschaftlichkeitsanalyse stellt reale oder geschätzte Kosten mit dem realen oder geschätzten Ergebnis gegenüber.  Ziel ist es, z.B. bei einer Firmengründung herauszufinden, ob sich das Projekt rentiert und wirtschaftlich ist.

Z | Zahlungsfähigkeit

          Die Zahlungsfähigkeit bestimmt die Fähigkeit eines Unternehmens Verbindlichkeiten begleichen zu können. Zahlungsfähigkeit kann durch vorausschauende Planung und unternehmerischer Weitsicht gesteuert werden.